SÜBA übernimmt die
Vorreiterrolle in Sachen
Plus-Energie-Quartiere

Auf der Liegenschaft in 1210 Wien, Pilzgasse 33 wird im Rahmen des Forschungsprojektes „Zukunftsquartier 2.0“ und in ­Zusammenarbeit mit der Stadt Wien das erste Plus-Energie-Quartier Wiens realisiert.

Das geplante Quartier umfasst rund 34.000 m² BGF, gleichmäßig aufgeteilt auf Wohnnutzungen und Büro. Das bisher erarbeite Gebäude- und Energiekonzept resultiert in einem Heizwärmebedarf von 15 kWh/m² NGF pro Jahr durch eine hocheffiziente Gebäudehülle.

An geeigneten Dach- und Fassadenflächen werden rund 5.000 m² Photovoltaikmodule platziert, was einem spezifischen Ertrag von 21 kWh/m² BGF pro Jahr entspricht. Es wird also Überschussenergie produziert. Auf der Wärme- bzw. Kälteabgabeseite ist Bauteilaktivierung angedacht. Für die Wärmebereitstellung und -speicherung werden Wärmepumpen mit einem Erdsondenfeld mit rund 160 Bohrungen à 150 Meter ausgelegt.

Innovativ nicht nur technisch, sondern auch in der Planung: Bei der Planung von neuen Quartieren werden Energieaspekte häufig in einer zu späten Planungsphase berücksichtigt, woraus Mehrkosten durch erhöhten Planungsaufwand und Zeitverzögerungen resultieren bzw. ambitioniertere Lösungen oftmals gar nicht mehr möglich sind. Anders in der Pilzgasse: Hier wird das Energiekonzept von vornherein in der Planung mitgedacht.

Was das geplante Vorhaben aber noch spannender macht, ist das Bestreben, hier nicht nur für das Quartier zu optimieren, sondern auch für die größere Gesamtstruktur. Konkret wird nach einem Betriebsmodell in der Stromproduktion gesucht, von dem sowohl die BewohnerInnen als Erzeuger („Prosumer“) als auch Versorgungsunternehmen als Abnehmer profitieren (Win-win-Lösung). Durch Einspeisung von Überschussstrom in das Gesamtnetz kann der allgemeine Anteil an erneuerbaren Energien erhöht und gleichzeitig ein zusätzlicher Nutzen für die BewohnerInnen aus der Produktion gewonnen werden.

Die Planung der Pilzgasse wird dazu wissenschaftlich im FFG-Forschungsprojekt „Zukunftsquartier 2.0“ begleitet, um über die Pilzgasse hinaus ein replizierbares Konzept zur netzdienlichen Inte­gration von Plus-Energie-Quartieren mit hoher Vor-Ort-Energieaufbringung in die bestehende Netzinfrastruktur (Strom- und Fernwärmenetz) zu entwickeln. Im Spannungsfeld Forschung – Planung – Umsetzung besteht das kompetente Konsortium aus UIV Urban Innovation Vienna, FH Technikum Wien, IBR&I Institute of Building Research & Innovation, Hacon GmbH, SÜBA und Böhm Stadtbaumeister & Gebäudetechnik GmbH.

Die Planungsabteilungen der Stadt Wien wie auch andere wichtige Stakeholder und weitere interessierte Quartiere werden übrigens in das Projekt eingebunden, um hier ebenfalls (über den Anlassfall hinaus) mitzulernen.

Damit entsteht ein Vorzeigeprojekt in Sachen klimagerechtes Bauen, welches nicht nur Wohnen, Gewerbe und Klimaschutz sinnvoll miteinander verbindet, sondern auch der städtischen Energieversorgung nützt.

Die SÜBA leistet mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit, nicht nur im Hinblick auf
CO2-Reduktion, sondern sie übernimmt auch Verantwortung für heutige und auch zukünftige Generationen.